Was wir gelernt, worüber wir gelacht und was wir vergessen haben – und was wir ganz bestimmt nicht nochmal machen. Ein letztes Mal frisch aus dem Berliner Büro. 

Knotenanekdoten - Die Freitagskolumne vom Netzwerkknoten. Grafik: Karl Bredemeyer

Manchmal fallen Worte schwer. Diese Kolumne heute ist die letzte. Vor fast genau einem Jahr, am 1. November 2019, gingen die ersten Knotenanekdoten online. Ein Jahr lang teilten wir fast jeden Freitag Gedanken, Fragen, Kritik und Selbstkritik sowie freudvolle Momente. Niemand hatte vermutet, dass zwei Drittel der Lebenszeit dieser Kolumne von einer Pandemie gelenkt würden. Niemand dachte an den Umfang, den das Thema Homeoffice annehmen würde, geschweige denn an die Klarheit und die damit einhergehende Verwirrung, mit der der Begriff "Krise" seither leuchtet.

Einen Jahresrückblick wird es heute nicht geben. Nur ein paar Gedanken.

Die Worte fallen heute schwer, weil Abschiede weh tun. Weil sie zeigen, was erlebt, erfahren, verstanden und gegeben wurde. Der Abschied von einem Team, das voller Wertschätzung, Integrität und Wohlwollen miteinander arbeitet, kann kein freudvoller sein. Ein dankbarer, ja. Ein liebevoller. Einer voller guten Wünsche.

Dass Freiheit nicht auf Kosten von Sicherheit passieren muss, habe ich in diesem Team gelernt. Dass Konfrontation nicht mit Offensiven gleichzusetzen ist. Dass Menschlichkeit und Professionalität sich niemals, niemals, niemals ausschließen.

Bisher waren die Kolumnen vor allem an euch gerichtet, liebe Leser*innen. Heute ist sie das auch. Und für meine Kolleg*innen beim Netzwerkknoten, weil mir die Worte vorher fehlten. Danke an euch. Alle. Für eure Teilnahme und den Dialog, liebe Leser*innen.

Liebes Team, euch danke ich für euer Vertrauen und euren Rückhalt. Für euer Interesse, euren Mut, eure Transparenz. Dafür, dass ihr zugehört habt, Fragen gestellt und dazu einladet, eure Perspektiven kennenzulernen.

Diese Kolumne sollte anders aussehen heute. Reflexiver, thematischer, mehr Learnings präsentieren. Ich hab's versucht, hat nicht geklappt. "Wir sind erst Menschen, dann Berater*innen", war einer der ersten Sätze, den ich von euch hörte. Das seid ihr. Menschen. Und was für fantastische.

Tausend Dank, macht's gut und passt auf euch auf.