Was wir gelernt, worüber wir gelacht und was wir vergessen haben – und was wir ganz bestimmt nicht nochmal machen. Jeden Freitag frisch aus dem Berliner Büro.

Grafik: Karl Bredemeyer

„Hallo, hier ist der Netzwerkknoten. Ja, also wie das Netz, das Werk und der Knoten. Was? Ja also Nordpol, Erna, Theodor…“ und so weiter. Wir buchstabieren uns, ver- und entknoten uns, wir arbeiten zusammen, sind mittlerweile zu acht und sehen uns gar nicht so häufig, wie wir gerne würden. Wie den Lieferanten am Telefon müssen und wollen wir uns also auch gegenseitig immer wieder neu vorstellen.

Warum eigentlich? Weil wir glauben, dass wir so am besten bei unseren Kunden liefern können. Weil wir wissen, dass wir uns wohlfühlen müssen, um miteinander und mit den Kunden so arbeiten zu können, wie wir das gerne möchten. Ehrlich, freudvoll, ernsthaft und respektvoll. Also sitzen wir einmal im Monat freitags einen ganzen Tag lang im Kreis, besprechen alles, was wichtig ist und schauen uns immer wieder in die Augen und fragen uns: „Wer bist du eigentlich? Und wer bin ich?“

Um ein System in den kontinuierlichen Kennenlernprozess zu bekommen, der unsere Arbeit ausmacht, haben wir uns für einen story-telling Workshop entschieden. Klar, wir als Berater*innen quatschen eh, was das Zeug hält. Aber quatschen will und muss gelernt sein. Also haben wir von einem Filmemacher gelernt, wie eine Geschichte, die wir erzählen, fast automatisch immer bestimmten Mustern folgt. Und wir haben erfahren, worauf wir achten müssen, um sie noch besser, heißt interessanter zu machen. Wir haben erlebt, dass unser Netzwerkknoten, der gerade mal ein Jahr alt geworden ist, in der Erzählwelt tatsächlich in die Fußstapfen von Frodo und Bilbo von Herr der Ringe hineintapsen darf. Daraus kann sogar ein Modell werden, das den Transformationsprozess der Organisationen beschreibt, die wir bei ihrer Veränderungsreise begleiten dürfen.

Wir vom Netzwerkknoten haben vorher schon gerne erzählt. Nun haben wir dazugelernt, wie das Wissen aus einem ganz anderen Bereich, nämlich der Filmwelt, unserer Arbeit und auch unserer persönlichen Liebe zum Erzählen so richtig guttun kann. Wir freuen uns, es mit Ihnen zu teilen – in Ihrer Organisation, auf unserem Blog und beim nächsten Mittagessen. Und – ganz wichtig: Es hat uns noch neugieriger auf Ihre Geschichten gemacht. Denn zuhören lieben wir eigentlich noch mehr als erzählen. Also schreiben Sie uns doch was oder erzählen Sie uns von Ihren Wünschen, Herausforderungen und Erfolgen.