Grafik: Karl Bredemeyer

Was wir gelernt, worüber wir gelacht und was wir vergessen haben – und was wir ganz bestimmt nicht nochmal machen. Jeden Freitag frisch aus dem Berliner Büro.

Wir vom Netzwerkknoten führen miteinander eine Fernbeziehung. Nein, mehrere. Wir haben uns wirklich gern und auch unser helles Büro in Berlin, aber wir sind halt nicht da. Wenn die eine mal gleichzeitig in der Stadt und auch im Office ist, sitzt der andere schon wieder im ICE zum Kunden nach Süddeutschland oder Norddeutschland und gemeinsame Zeit haben wir im Grunde nur einmal im Monat. Also, wie geht das eigentlich, so eine Fernbeziehung mit den Kolleg*innen?

Der Teamtag ist heilig

Einmal im Monat ist Teamtag. Der Teamtag ist heilig. Alle versuchen, zum Teamtag zu kommen. Und Teamtag bedeutet: Wir frühstücken zusammen. Wir geben uns Updates, holen uns auf den gleichen Stand, arbeiten gemeinsam an verschiedenen Themen, essen gemeinsam zu Mittag und arbeiten weiter. Die Teamtage haben eine Agenda und werden immer von jemand anderem gestaltet. Denn: Auch in einer Fernbeziehung kann Routine entstehen, im Guten wie im Schlechten. Deshalb achten wir bewusst darauf, die Teamtage abwechslungsreich zu halten und auch darauf, uns jedes Mal ein bisschen besser kennenzulernen. Da wir selten bis nie alle gemeinsam an ein und demselben Projekt arbeiten, ist es immer wieder spannend zu beobachten, wie sich die Dynamik im gesamten Team entfaltet. Also tauschen wir uns aus, priorisieren Zielsetzungen, besprechen unsere OKR’s für das kommende Quartal und sortieren das Backlog. Und wir geben uns den Raum und die Zeit für Feedback, denn gerade im Anbetracht der wenigen Zeit gemeinsam ist uns ein regelmäßiger Abgleich wichtig, auch weil wir wesentlich lieber miteinander als übereinander sprechen. Oft nehmen wir uns nach dem Teamtag noch Zeit füreinander, trinken einen Wein und erzählen uns vom Wochenende. Der Teamtag ist heilig. 

Biweekly

Alle zwei Wochen ist Biweekly. Beim Biweekly rufen wir uns alle zusammen oder zumindest diejenigen, die gerade nicht beim Kunden terminlich eingespannt sind. Auch hier bringen wir uns auf den neusten Stand, greifen uns bei schwierigen Fragen unter die Arme und lachen über Pannen im öffentlichen Nahverkehr oder mit der Kollegin, die im Büro übernachtet hat, mit einem Flipchart-Blatt als Decke. Wir erzählen uns, was gut lief und was nicht und, ganz wichtig: Wir bedanken uns beieinander. Denn wie in jeder Fernbeziehung braucht auch unsere die verbale Wertschätzung, die wir uns sonst über kleine Gesten und nonverbale Kommunikation zeigen könnten. 

Text text text

Wir haben einen Teamchat. Klar, haben alle. Hier schreiben wir uns Fragen, Bitten und Ideen. Daneben gibt es Platz für Wünsche, Erinnerungen, Selfies mit dem Bürohund, tiefe Gedanken zu großen Tagen, berührende und lustige Posts. Wir nehmen die Kommunikation ernst, legen Wert auf Verbindung und kommunizieren unsere Bedürfnisse. Deshalb, so glauben wir, klappt unsere Fernbeziehung ganz gut.