Vergan­gene Woche hatten wir in unse­rem Blog von dem Verän­de­rungs­mo­dell der Helden­reise gespro­chen. Dabei ging es darum, die persön­li­chen wie auch orga­ni­sa­tio­na­len Verän­de­run­gen abzu­bil­den, um sich selber zu veror­ten und eine Sicher­heit in der Unsi­cher­heit zu erlan­gen. Jede Verän­de­rung lässt das System kurz wackeln und nach einer Phase der vermeint­li­chen Insta­bi­li­tät ein neues Verständ­nis vom Neuen erlan­gen bis sich dieses wiederum gewohnt und stabil anfühlt . Das Modell soll keine linea­ren Schritte darstel­len, sondern ledig­lich eine Einla­dung zum Diskurs, welche Schritte mögli­cher­weise als nächs­tes hilf­reich sind, um zu einem neuen stabi­len Zustand zu gelangen.

Um diese Inspi­ra­tion etwas bild­li­cher zu gestal­ten, laden wir euch diese Woche ein, einen gedank­li­chen Spazier­gang mit uns durch einen mögli­chen Work­shop zu unter­neh­men, der das Verän­de­rungs­mo­dell als Grund­lage nutzt. Geeig­net sind solche Formate gut für Team­ent­wick­lun­gen, Abtei­lungs­sit­zun­gen oder gar Change-Initia­ti­ven in klei­nen, mittel­stän­di­schen sowie größe­ren Unternehmen.

  • Check-in
  • Storytel­ling
  • Erklä­rung Veränderungsmodell
  • Veror­tung zum vorge­stell­ten Thema
  • Blick in die persön­li­che Heldenreise
  • Über­trag und Maßnahmen 
  • Check-out

Check-in

Ein gutes Ankom­men im (virtu­el­len) Raum, ermög­licht es jedem, sich selbst wahr­zu­neh­men, kurz ein paar Worte zu teilen, sowie sich auf die Gruppe zu fokus­sie­ren. Jede Verän­de­rung von außen oder in der Orga­ni­sa­tion wirkt sich auch auf das Indi­vi­duum und dessen Wohl­be­fin­den aus. Daher ist es elemen­tar, diese Kompo­nente von vorn­her­ein aktiv mit einzubeziehen. 

Storytel­ling

Bei diesem Agenda­punkt ist es sehr zu empfeh­len, dass die Führungs­kraft der Gruppe ein imagi­nä­res Bild malt, wozu der heutige Tag dient und weshalb dies genau die rich­tige Gruppe ist, sich mit dem Thema zu befas­sen. Dabei sind persön­li­che Anek­do­ten, Gedan­ken oder eine offene Refle­xion über eine eigene Verän­de­rung hilf­reich, um die Bereit­schaft der Teil­neh­men­den, sich auf den Prozess einzu­las­sen, zu erhöhen.

Grafik: Karl Bredemeyer

Erklä­rung Veränderungsmodell

Nun erfolgt eine kurze Erläu­te­rung der einzel­nen Felder und was diese bedeu­ten. Hier gilt, weni­ger ist mehr und eine eigene Geschichte hilft erneut, um es verständ­li­cher zu machen. Wo sind die Über­gänge, wie kann ich die Helden­reise beschrei­ten und was könnte in den einzel­nen Schrit­ten von jedem zu beob­ach­ten sein.

Veror­tung zum vorge­stell­ten Thema

Dann ist jede*r Einzelne im Raum gefragt. Wo kommen wir her? Wo befin­den wir uns gerade? Wo wollen wir hin? Woran mache ich es fest, dass wir an einem bestimm­ten Punkt stehen? Welche Muster erkenne ich in meiner tägli­chen Arbeit? Welche Fragen erge­ben sich für mich daraus? Was würde mein Kollege*in/ meine Vorgesetzte*r/ eine andere Abtei­lung sagen, wo wir gerade stehen? Diese Fragen lassen sich am besten in einem stil­len Brain­stor­ming oder auch Brain­wri­ting sammeln.

Blick in die persön­li­che Heldenreise

Nun wird die Gruppe sehr wahr­schein­lich vor einem riesen­gro­ßen Berg an Heraus­for­de­run­gen stehen und mögli­cher­weise ein biss­chen den Mut verlie­ren, diese anzu­ge­hen: Wie können wir das jemals schaf­fen und was ist der nächste mögli­che Schritt für uns? Um dem zu begeg­nen hilft es, einen Schritt zurück zu machen und sich auf die eige­nen Stär­ken zu besin­nen. Daher schließt sich hier ein physi­scher Spazier­gang an, bei dem man mit seinem Part­ner in seine eigene Schatz­truhe blickt. Jeder von uns hat schon so viele Verän­de­run­gen im priva­ten Bereich erlebt, durch­schrit­ten und hat daraus gelernt, welche Dinge bei einem selber helfen können und welche evtl. nicht so ziel­füh­rend sind. Genau um diese Ressour­cen geht es hier.

Über­trag und Maßnahmen

Ausge­hend von den vielen Stra­te­gien und Stär­ken aus der Gruppe, kann nun ein Über­trag in die Orga­ni­sa­tion passie­ren. Der Kreis zum morgend­li­chen Veror­ten auf der Helden­reise-Land­karte wird dabei geschlos­sen und mögli­che nächste Schritte abge­lei­tet. Auch hier gilt es zu verste­hen, dass viele Wege nach Rom führen und man erst erkennt, ob es der rich­tige Weg war, wenn man in Rom ange­kom­men ist. Wich­tig ist nur, dass wir den Weg gemein­sam gehen und bei jeder Kreu­zung neu den Kompass heraus­ho­len und schauen, ob unsere Helden­reise noch auf unser gewünsch­tes Ziel ausge­rich­tet ist.

Check-out

Hier ist es hilf­reich in kurzer oder ausführ­li­cher Manier, die Gruppe in eine kurze Meta-Refle­xion über den Tag zu brin­gen. Abschlie­ßend rich­ten wir den Blick auf eine emotio­nal posi­tive Erfah­rung des Tages, damit die Gruppe die Ener­gie, die entstan­den ist, auch gut für die nächs­ten Wochen für sich nutzen kann.

Dies sind natür­lich nur die Grund­struk­tu­ren des Tages. Wer Lust hat, die Helden­reise für sich einzu­set­zen und wirken zu lassen, kann sich gern mit uns in Verbin­dung setzen. Wir schauen dann gemein­sam, welche Inhalte der eigene Reise­kof­fer benötigt.