Was kann ich und was brau­che ich? Selbst­ver­ant­wor­te­tes Lernen moti­viert und berei­chert die Arbeit beim Kunden. Grafik: Jenny Zenker

Als neues Team­mit­glied des Netz­werk­kno­ten möchte ich eine Beob­ach­tung zur vorherr­schen­den Haltung teilen, die bei mir gleich zu Beginn einen ganz beson­de­ren Eindruck hinter­las­sen hat und die mich zuver­sicht­lich in die Zukunft blicken lässt: Die Möglich­kei­ten des selbst­be­stimm­ten Lernens und das Selbst­ver­ständ­nis, mit dem die intern von allen (Ja! Auch der Geschäfts­füh­rung) genutzt werden.

Kurz zum verbrei­te­ten Status Quo:

Über­spitzt formu­liert: Nicht ziel­füh­rend sind die Prak­ti­ken mancher Unter­neh­men, in denen wahl­los auf die verschie­de­nen Abtei­lun­gen losge­gan­gen wird und den „betrof­fe­nen“ Perso­nen irgend­wel­che Fort­bil­dun­gen und Lehr­gänge aufer­legt werden. Unge­prüft des Wissens­stan­des oder Inter­es­ses, sind die Mitar­bei­ter dann ange­hal­ten, vermeint­lich sinn­volle Weiter­bil­dun­gen zu besu­chen. Oder die Vari­ante, dass aus einem Port­fo­lio ausge­wählt werden darf, damit alle schön auf dem glei­chen Wissen­stand und corpo­rate geprüft sind, ciao indi­vi­du­elle Ressour­cen! Noch frus­trie­ren­der sind Orga­ni­sa­tio­nen, die gar keine Möglich­kei­ten zur Weiter­ent­wick­lung bieten.

Es geht auch anders:

Es macht etwas mit mir, mich jetzt in einem Umfeld zu befin­den, welches in Bezug auf Fort­bil­dun­gen das Kredo „Steht nichts im Weg“ vertritt, promo­tet und lebt. Die Inves­ti­tion in meine Person und meine Fähig­kei­ten schafft Vertrauen und Perspek­tive für persön­li­ches Wachs­tum. Ich empfinde es außer­dem als respekt­voll, mein Lernen selbst in die Hand nehmen zu dürfen. Als mündi­ger Erwach­se­ner bin ich schließ­lich auch im beruf­li­chen Kontext selbst in der Lage und in der Verant­wor­tung, für eine intel­li­gente Selbst­ent­wick­lung zu sorgen.

So lange ich einen Bezug zu meiner Tätig­keit, der Heraus­for­de­rung eines Kunden oder dem Weiter­kom­men dieser Orga­ni­sa­tion herstel­len kann, wird der Wunsch nach selbst­ge­steu­er­tem Lernen komplett befür­wor­tet und unter­stützt. Es ist abso­lut frei­wil­lig, nicht an Kondi­tio­nen geknüpft und beruht auf der eige­nen Initia­tive. Drei Punkte, die hier beiläu­fig erwähnt schei­nen und gleich­zei­tig, essen­ti­ell sind. Ich habe es bereits in zwei Fällen in Anspruch genom­men und bin begeis­tert von der Einfach­heit des Prozes­ses. Nicht zu vernach­läs­si­gen ist außer­dem, dass für das Lernen ausrei­chend Zeit zur Verfü­gung gestellt wird. Die Möglich­keit, benö­tigte Lektüre, Tools oder das beste Arbeits­ma­te­rial bestel­len zu können, wird als selbst­ver­ständ­lich verstanden.

Diese Haltung gilt natür­lich für alle Mitar­bei­ter und ihre indi­vi­du­el­len Inter­es­sen, wovon der Rest der Kolle­gen durch Austausch dann eben­falls profi­tiert. Das „in Arbeit inte­grierte Lernen“ – sich also zum Beispiel mit aktu­el­len Heraus­for­de­run­gen beim Kunden an das Team wenden zu können, von den Erfah­run­gen der ande­ren zu profi­tie­ren und das neu gelernte dann ziel­ge­rich­tet anzu­wen­den – lässt die Lern­kurve rasant in die Höhe schnel­len. So entsteht “Können”. Das breit­ge­streute Wissen vermehrt sich, es ist also auch für die Entwick­lung der Orga­ni­sa­tion als Ganzes eine sinn­volle Sache.

Lernen am leben­den Objekt / Pati­ent Null:

Sich mit den neus­ten Entwick­lun­gen und Erkennt­nis­sen im eige­nen Tätig­keits­feld ausein­an­der­set­zen zu können und die eige­nen Fähig­kei­ten stetig zu erwei­tern, hat zwei­fels­ohne direkte fach­li­che Vorteile für den Kunden. Hinzu kommt, dass wir unsere eigene Orga­ni­sa­tion alle zusam­men gestal­ten und in regel­mä­ßi­gen Abstän­den hinter­fra­gen und anpas­sen, inklu­sive aller Vorteile und Schwie­rig­kei­ten. Auch dies ist eine Lern­er­fah­rung, die unser Verständ­nis fürein­an­der, sowie für die Heraus­for­de­run­gen beim Kunden, durch eige­nes Erle­ben, vertieft.Ich freue mich darauf, in einem Jahr auf mich und meine persön­li­che Entwick­lung zu blicken. Was auch kommt, ich bin mir sicher, dass ich um viele wert­volle Fähig­kei­ten und Erfah­run­gen reicher bin.

An alle Entschei­der, die ihre Orga­ni­sa­tion im Abschnitt „Status Quo“ wieder­fin­den oder sogar selbst davon betrof­fen sind (Stich­wort „Führungs­kräf­te­ent­wick­lung“): Sprecht mit euren Mitar­bei­tern. Fragt, welche Fähig­kei­ten im Team benö­tig werden oder in welchen Berei­chen die einzel­nen Perso­nen sich weiter­ent­wi­ckeln möch­ten und schafft Möglich­kei­ten. Gerne auch über die bisher bekann­ten und gewohn­ten und bereits tradi­tio­nell als sinn­voll erach­te­ten hinaus. Krea­ti­vi­tät und Inno­va­tion liegen immer – IMMER! – jenseits des eige­nen Teller­rands. Ab und zu über den drüber zu gucken, lohnt sich. Wirklich!